Dienstag, November 11, 2008

Die Helden von Gorleben

Sie machen Sitzblockaden. Sie ketten sich an Gleise an. Sie sägen an Schienen herum, wühlen im Schotterbett der Gleise. Die Helden von Gorleben. Ja, sie springen sogar auf den Zug mit der tödlichen Fracht. Sie pfeifen und tragen Transparente mit "Nein Danke!".

Und der deutsche Polizeistaat vertreibt sie mit Schlagstöcken, Wasserwerfern und Tränengas. Was sind das für Zustände, könnte sich der Leser fragen.

28 Million Euro kostet die verspätete Ankunft des Atommülltransports im vorzeitigen Endlager Gorleben das Land Niedersachsen.

Den romantischen Krawallmachern fällt es gar nicht auf, dass sie sich durch ihre Proteste unglaubwürdig machen. Da ist auch ziemlich egal, wenn der hochradioaktive Müll einen Tag im Freien steht. Am liebsten sollte der Zug mit der tödlichen Fracht entgleisen - daher die energischen Wühlarbeiten. Ins für die heutige Fachwelt sichere Lager Gorleben darf der Müll bloß nicht. Dann lieber neben die Schienen.

Die Diskussion um die Endlagersuche ist noch lange nicht vorbei. Herzlich wenig tragen allerdings die Helden von Gorleben dazu bei. Wie auch, wenn man nicht weiterdenkt.

Zum Weiterlesen:
-->Antiatomprotest: Widerlegt von Stefan Dietrich
-->
Nach uns die Kernschmelze von Robert Spaemann

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